Homöopathische Arzneimittel

©Jorge Royan

In der Homöopathie können wir aus dem Reichtum von über 5.000 Arzneimitteln schöpfen. Diese Arzneien werden aus Einzelsubstanzen hergestellt, in der Regel sind es Stoffe, die in der Natur vorhanden sind. Die Herkunft der Ausgangsstoffe lässt sich in drei Gruppen einteilen: Substanzen aus dem Pflanzen-, Tier- oder Mineralreich.

 

In einem speziellen Herstellungsprozess, der aus wiederholter Verdünnung und Verschüttelung der Ursubstanz besteht, werden die Arzneimittel homöopathisch wirksam gemacht. Wir nennen diesen Prozess Potenzierung und so hat jedes Arzneimittel neben seinem Namen eine sogenannte Potenz, z. B. Belladonna C30.

Der Name der Arznei ist in der Regel der lateinische Begriff für die Ausgangssubstanz und die Potenz gibt den Grad der Verdünnung und Verschüttelung an.

Welche Potenz eines Mittels zur Behandlung gewählt wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab wie in etwa, ob es sich um ein akutes oder chronisches Krankheitsbild handelt und auf welcher Wahrnehmungsebene der Patient die Krankheit und sich selbst erlebt.

 

Die Darreichung der homöopathischen Arznei kann trocken in Form von Globuli (Kügelchen) oder flüssig erfolgen. Kügelchen werden in der Regel nur einmal verabreicht, während die Einnahme in flüssiger Form täglich über einen längeren Zeitraum erfolgt.

 

Welche Darreichungsform gewählt wird, hängt wieder von der Potenz des gewählten Mittels ab, aber auch von anderen Faktoren. Leidet der Patient unter einer chronischen Krankheit, die konstante Beschwerden verursacht, wählt man oft die flüssige Darreichungsform, weil dort die Dosierung flexibel gewählt und bei Bedarf angepasst werden kann.

 

Neben homöopathischen Einzelarzneien gibt es auch sogenannte Komplexmittel, die aus Mischungen mehrerer Substanzen bestehen. Diese Arzneimittel werden nach spezifischen Wirkungsschwerpunkten und Diagnosen ausgewählt und zusammengestellt.